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Aljechin-Verteidigung B05

1.e4 Sf6 Dieser merkwuerdig anmutende Springerzug ist erst 1921 durch Aljechin im Turnier von Budapest gegen Saemisch eingefuehrt worden. Der Zug gestattet Weiss den Aufbau eines breiten Zentrums, welches Schwarz spaeter zum Angriffsziel machen will. Er wiederspricht aber der Regel, in der Eroeffnung die Figuren auf Felder zu stellen, von denen sie nicht gleich wieder vertrieben werden koennen. Die erste Variante beschaeftigt sich deshalb mit I. 2.e5
[2.Sc3 gilt als harmlos d5
(2...e5 wird spaeter in der "Wiener Partie" behandelt)
3.e5 d4! 4.exf6 dxc3 5.fxe7 Dxe7+ etwa =]
2...Sd5 3.d4 mit 3. c4 wird der Vierbauernangriff eingeleitet
[3.c4 Sb6 4.d4
(4.c5 Sd5 die Jagd-Variante; diese Bauernzuege machen nur Sinn, wenn Weiss bereit ist fuer einen scharfen Angriff den c-Bauern zu opfern. 5.Lc4 e6 6.Sc3 Sxc3 7.dxc3 Sc6! 8.Lf4 Dh4 9.g3 De7 10.b4 b6! ~ Schwarz hat jetzt eine feste Stellung, aber Weiss den deutlichen Raumvorteil.)
4...d6 5.f4 dxe5 6.fxe5 Sc6 7.Le3
(7.Sf3 Lg4 und Schwarz steht gut)
7...Lf5 8.Sc3 e6 9.Sf3 Sb4 10.Tc1 c5! ~ ein betraechtlicher Raumvorteil von Weiss, dessen Zentrum aber schwach werden kann]
[3.Lc4 Sb6 4.Lb3 c5! verspricht fuer weiss wenig]
[3.Sc3 Sxc3 4.dxc3
(4.bxc3 ist moeglich)
4...d6 5.Lc4 Sc6
(5...dxe5?? 6.Lxf7+ Kxf7 7.Dxd8)
6.Sf3 dxe5 7.Dxd8+ Sxd8 8.Sxe5 f6 ist brauchbarer]
3...d6 4.Sf3 Die Lasker-Variante gilt heute als nachhaltigste! Lg4
[4...g6 5.c4 Sb6 6.exd6 cxd6 7.Le2 Lg7 8.O-O O-O 9.Le3 Sc6 10.Sc3
(10.Sbd2 ist spielbar)
10...Lg4 11.b3 d5
(11...e5 ist moeglich)
12.c5 Sc8 13.b4! a6
(13...Sxb4 14.Db3!)
14.Tb1 e6 (Raumvorteil am Damenfluegel)]
5.Le2 e6
[5...g6 ist riskant wegen 6.Sg5 Lxe2 7.Dxe2 Lg7
(7...h6 8.Sxf7 Kxf7 9.Df3+ Ke6 10.Dg4+ Kf7 11.e6+ Kg7 12.Df3 Sf6 13.Dxb7)
8.Df3]
6.O-O Le7 7.c4 Sb6 8.h3
[8.exd6 cxd6 nicht
(8...Lxd6 wegen der Bauerngabel 9.c5)
9.b3 nebst Lb2]
8...Lh5 9.Sc3 O-O 10.Le3 Sc6 ~