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Caro-Kann-Verteidigung B19
1.e4 c6 wurde
von dem Wiener Markus Kann, in den Jahren vor seinem Tod 1886, erfunden und spaeter von dem Englaender
Horatio Caro (gest. 1920) und von Tartakowa in die Turnierpraxis eingefuehrt. Die Grundidee ist, das
Zentrum mit d5 besetzen zu koennen, ohne den Lc8 einzusperren. 2.d4
[2.Sf3 d5 3.Sc3 Die
Zweispringervariante Lg4
(3...d4 4.Se2 c5
5.c3 und weiss bricht das Zentrum vorteilhaft
auf.)
(3...dxe4 4.Sxe4
Lf5 siehe Hauptvariante z.B. 5.Sg3
Lg6 6.d4)
4.h3 Lxf3
(4...Lh5 5.exd5
cxd5 6.Lb5+ Sc6
7.g4 Lg6 8.Se5 ~)
5.Dxf3 e6
6.d4!? dxe4 7.Sxe4
Dxd4 8.Ld3 Sf6
9.c3 Dd8 10.
2...d5
[2...g6 3.Sc3 d5
4.e5
(4.h3 Lg7 5.Sf3
dxe4 6.Sxe4 Sd7
7.Lc4 Sgf6 8.Sxf6+
Sxf6 ~)
4...Lg7 5.f4
h5! 6.Le3 Sh6
7.Sf3 Lg4 8.Le2
e6 ~]
3.Sc3
[3.exd5 cxd5 4.c4 der
Panow-Angriff Sf6 5.Sc3
Sc6 6.Sf3
(6.Lg5 Panows Zug. e6 gilt
als sicherstes (6...dxc4 7.Lxc4
Dxd4 8.Dxd4
Sxd4 9.
6...Lg4
(6...e6 7.c5
Le7 8.Lb5 gilt
als solider)
7.cxd5 Sxd5
8.Db3!? Lxf3
9.gxf3 als Kompensation fuer die schlechte
weisse Bauernstellung wirkt das Laeuferpaar mit grossem Aktionsradius. z.B. e6
10.Dxb7 Sxd4
11.Lb5+ Sxb5
12.Dc6+! erwirkt den Rochadeverlust
bevor der Bauer zurueckgewonnen wird. Ke7 13.Dxb5
Sxc3 14.bxc3
Dd7 15.Tb1 mit
Vorteil fuer Weiss (Fischer-Euwe, Schacholympiade Leipzig 1960]
[3.e5 die Vorstossvariante. In der *"Franzoesischen
Verteidigung" hat sie den Vorteil, dass der Lc8 zunaechst abgesperrt ist. Dafuer werden jetzt fuer den
schwarzen Sprengungszug c5 zwei Zuege benoetigt. Lf5
(3...c5 4.dxc5
Lf5 5.b4 und
Weiss steht etwas besser.)
4.g4
(4.h4 Tals Zug gegen Botwinnik als er
1961 beim WM-Kampf diese Variante erprobte h6 5.g4
Ld7 (5...Lh7 ist
wegen 6.e6 fxe6
7.Ld3 und dem arg geschwaechten Koenigsfluegel
schwaecher.) 6.h5 c5
7.c3 e6 8.f4
Db6 ~)
(4.Sc3!? e6
5.g4 Lg6 6.Sge2
c5 7.h4!?
cxd4 8.Sxd4
h6 ~ (8...h5 ~))
(4.Se2 e6 5.Sg3 mit
der Idee auf g4 verzichten zu koennen Lg6 6.h4
h6 (6...h5
7.Le2!) 7.h5
Lh7 8.Ld3
Lxd3 9.Dxd3 ~)
(4.c4 der Angriff auf das stabile Zentrum.
z.B. e6 5.Sc3
dxc4 (5...Sd7
6.cxd5 ~) 6.Lxc4
Sd7 Dem weissem Raumvorteil steht der
Besitz des Feld d5 und der Moeglichkeit auf d4 Druck auzuueben gegenueber. Etwa =)
4...Le4 5.f3
Lg6 6.h4 h6 ~]
[3.f3 die schon seltener anzutreffende
Gambitvariante Tartakowers. e6 4.Le3
dxe4
(4...Sf6 ist solide)
5.fxe4 Dh4+
6.g3 Dxe4
7.De2 Dxh1
8.Sf3 und Schwarz wird wegen seiner exponierten
Dame in Schwierigkeiten geraten.]
3...dxe4
[3...b5 Gurgenidses Zug. 4.exd5
b4 5.Sce2
cxd5 6.a3!? ~]
4.Sxe4 Lf5 die
Hauptvariante
[4...Sf6 ist etwas schaerfer als Lf5 5.Sxf6+
(5.Sg3 e5 6.dxe5
Dxd1+ 7.Kxd1
Sg4 fuehrt unnoetig zum Ausgleich fuer
Schwarz)
5...exf6 war Tartakowers Zug
(5...gxf6 war der Zug von Nimzowitsch 6.Sf3
Lg4 7.Le2
Dc7 8.h3 Lh5
9.
6.Lc4 Le7
(6...Ld6 7.De2+
De7 8.Dxe7+ und
Weiss hat Vorteil fuer das Endspiel.)
7.Se2
[4...Sd7 ist auch nicht ungefaehrlich.
z.B. 5.Lc4
(5.Sf3 Sgf6
6.Sxf6+ Sxf6
7.Se5 Lf5 ~)
(5.De2 ist wegen der Verstellung des Lf1
eigentlich schlecht und nach Sdf6! hat
der Anziehende bereits Entwicklungsrueckstand. In Blitzturnieren und Partien unterer Leistungsklassen
kommt es aber auch schon einmal zu dem Fingerfehler (5...Sgf6
6.Sd6# und matt im 6. Zug !! (Mir selbst
gelang diese Kuriositaet gleich in zwei Turnierpartien - meine Gegner haben es aber eigentlich nicht
verdient, hier genannt zu werden. Auf den Versuch einer dritten Wiederholung verzichte ich zugunsten
dieser Anmerkung. J.Walter).))
5...Sgf6 6.Sg5
e6 7.De2 Sb6
(7...Le7? 8.Sxf7
Kxf7 9.Dxe6+ wird
fuer Schwarz zur Falle)
8.Lb3 h6
(8...Dxd4? 9.S1f3
Lb4+? 10.c3
Lxc3+ 11.Kf1!)
9.S5f3 a5
10.c3 a4 11.Lc2
Dd5 12.h4
c5 13.Sh3 ~
, aus einer Partie Lindoerfer-Behling, Wuerzburg 1972]
5.Sg3
[5.Ld3 Dxd4
(5...Sf6 6.Sxf6+
gxf6 7.Lxf5
Da5+ bringt Schwarz den Ausgleich)
6.Sf3 geht wegen dem grossen weissen
Entwicklungsvorsprung auch.]
5...Lg6 6.h4
h6 z.B. 7.Sf3
Sd7 8.h5 Lh7
9.Ld3 Lxd3
10.Dxd3 Dc7 das
beste um Lf4 zu verhindern 11.Ld2 e6
12.De2 Sgf6
13.