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Damengambit, angenommenes D29

16384kB 1.d4 d5 2.c4 diese Eroeffnung wurde erst seit ca. 1850 haeufiger gespielt, obwohl sie bereits 1590 bei Polerio erwaehnt wurde. Das Damengambit ist heute einer der populaersten Spielanfaenge ueberhaupt. Durch die WM-Wettkaempfe Steinitz-Zuckertort 1886, Laska-Capablanca 1921 und Capablanca-Aljechin 1927, ist sie bereits sehr tiefgehend analysiert worden. dxc4 natuerlich kann (viele meinen "sollte") das Gambit abgelehnt werden. Aufgrund der grossen Popularitaet dieser Eroeffnungen, sind diese erst im *"Damengambit, klassisches" weiter verzweigt. In der Praxis spiegelt es sich wieder - der 2. Zug von Schwarz stellt eine entscheidene Weiche. 3.Sf3
[3.e3 e5! z.B. 4.dxe5 Dxd1+ nebst Le6 mit Ausgleich]
[3.e4 e5!]
[3.Sc3 e5!]
3...Sf6
[3...a6 4.e3
(4.e4 ein Bauernopfer von Borissenko b5 5.a4 Lb7 6.b3! Lxe4 7.Sc3 mit Angriff fuer den geopferten Bauern)
4...Lg4 das Aljechin-System im angenommenen D., erstmals 1934 von Aljechin gegen Bogoljubow im WM-Wettkampf angewandt. Das typische Lc8 Entwicklungsproblem loest A. auf Kosten eines geschwaechten Damenfluegels.
(4...b5 auch die Haberditz-Variante kann den Gambit-Bauern nicht halten 5.a4 am staerksten (Euwe) Lb7 6.axb5 axb5 7.Txa8 Lxa8 8.b3 c5 (8...Ld5 9.bxc4 bxc4 10.Lxc4 e6 (10...Lxc4 11.Da4+! Sd7 12.Dxc4) 11.O-O Sf6) 9.bxc4)
5.Lxc4 e6
(5...Sf6? 6.Lxf7+ Kxf7 7.Se5+ nebst Sxg4 und Schwarz kann die Partie nach Rochade- und Bauernverlust fast wegschmeissen.)
6.Db3 schon wird der geschwaechte Damenfluegel angegriffen.
(6.h3 und auch)
(6.Sc3 bringen etwas solidere Stellungen.)
6...Lxf3
(6...Ta7 ein merkwuerdiger Zug von Aljechin es koennte folgen: 7.Se5 Lh5 8.g4 Lg6 9.Sxg6 damit kann Weiss auch noch warten z.B. (9.Sc3 und h6 und f6 verbieten sich wegen dem kraenkelnen Bauern auf e6) 9...hxg6 10.Sc3 c5 (10...b5 11.Le2 c5 12.dxc5 Lxc5 13.Ld2 Sd7 14.Tc1 Tc7 15.a4 Da8 16.f3 Ld6 17.axb5 Lxh2?! 18.Kf1 Db8! 19.Kg2 axb5 20.f4! (20.Txh2? Txc3 21.Txh8 Txb3 22.Txg8+ Sf8 23.Th1 Ke7 24.Thh8 Txb2!)) 11.d5)
7.gxf3 b5 8.Le2 c5 9.dxc5 Lxc5 10.a4 b4 11.Sd2 Sf6 ~]
4.e3
[4.Da4+ die Mannheimer Variante, in der Weiss seinen Gambitbauern mit der Dame zurueckgewinnen will. (benannt nach Bogoljubow-Aljechin, Mannheim 1934, 23. WM-Partie) z.B. Sc6
(4...c6 5.Dxc4 Lf5)
(4...Ld7 5.Dxc4 e6 6.Sc3 Sa6 7.e4 c5 ~)]
4...e6
[4...b5 ? - auf keinen Fall ! 5.a4 c6 6.axb5 cxb5 7.b3 und Weiss steht einiges besser]
[4...Lg4 bevor Larsen 1958 die Janowski-Larsen-Variante mit einem originellen Bauernopfer verstaerkte, galt dieser Zug lange Zeit als widerlegt. 5.Lxc4
(5.h3 Lh5 6.g4 Lg6 7.Se5 ~ fuer die Felderschwaechen erhaelt Weiss das Laeuferpaar)
5...e6 6.h3 Lh5 7.Db3 galt zunaechst als Widerlegung
(7.Sc3 geht es vorsichtiger an)
7...Lxf3 8.gxf3 Sbd7 Larsens Verbesserung!
(8...b6 9.Sc3 Le7 10.d5 ist schwaecher und gibt Weiss Angriff auf e6,f7 und indirekt auf a8)
9.Dxb7 c5! 10.Sc3
(10.dxc5 Lxc5 ~mit guten scharzen Entwicklungsmoeglichkeiten.)
(10.O-O!? cxd4 11.Td1 ~)
10...cxd4 11.exd4 Ld6 z.B. 12.Se4 Sxe4 13.fxe4 O-O ~ fuer das Laeuferpaar muss der weisse Koenig mit schlechterem Schutz zufrieden sein und der Anziehende bereits sehr genau spielen.]
[4...g6 die Smyslow-Variante enthaelt einige originelle Manoever des Nachziehenden. 5.Lxc4 Lg7 6.O-O O-O 7.Sc3 Sfd7 z.B. 8.De2 Sb6 9.Lb3 a5 10.a4 Sc6 11.Td1 Lg4 ~]
[4...Le6?! die Winawer-Variante. 5.Sc3 Ld5 um e4 zu verhindern 6.Sxd5 Dxd5 7.Dc2 b5
(7...e6 ist schwaecher 8.Lxc4 Lb4+ 9.Ke2 ! muss dann allerdings zum Vorteil gespielt werden.)
8.a4 Sbd7 9.axb5 Sb6 ~]
5.Lxc4 c5! das ist das richtige Gegenspiel 6.O-O a6
[6...cxd4 7.exd4 und Weiss steht besser]
7.De2
[7.Lb3 b5 8.a4 ~]
7...b5 8.Lb3 Lb7 9.Td1 Sbd7 10.Sc3 b4 11.Sa4 Da5 12.Ld2 ~