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Damenindische Verteidigung E19

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 Weiss wollte mit 3.Sf3 statt Sc3 der *" Nimzo-Indischen-Verteidigung" ausweichen. Schwarz hat dadurch aber Zeit das Fianchetto mit b6 einzuleiten, da nicht mehr sofortiges e4 droht. Nebenbei loest er damit die sonst fuer Schwarz schwierige Entwicklung des Lc8. Fuer Weiss kommen 2 grundlegende Plaene in Betracht. Plan 1: Weiss fianchettiert seinen Koenigslaeufer, um ebenfalls Einfluss auf die Zentrumsfelder d5 und e4 auszuueben. Plan 2: Weiss verzichtet auf das Fianchetto und kaempft sofort um den e2-e3-e4 Vorstoss. Plan 1: 4.g3
[4.e3 (Plan 2) Lb7 5.Ld3 Le7 z.B. 6.Sc3 c5 soll nicht stark e4 folgen. 7.O-O cxd4 8.exd4 d5 ~ z.B. 9.cxd5 Sxd5 10.Sxd5 Dxd5 11.Te1 Sc6]
[4.Lg5 kaempft durch die Bindung des Springers indirekt um das Zentrum. h6 5.Lh4 Lb7 6.Sc3 g5!? 7.Lg3 Sh5 8.e3 Sxg3 9.hxg3 Lg7 und scharfem Kampf]
[4.a3 spielte Petrosjan z.B. Lb7 5.Sc3 d5
(5...g6 6.Lg5 (6.d5 Lg7 7.e4 O-O ~) 6...h6 7.Lh4 Lg7 auch in Grossmeisterpartien findet sich zuweilen ein Doppelfianchetto. 8.e3 d6 9.d5 g5 10.Lg3 Sh5 11.Sd4 Sxg3 12.hxg3 c5! 13.dxc6 e.p. Sxc6 14.Sdb5 O-O 15.Sxd6 La6 16.Sdb5 De7 17.Le2 Tfd8 18.Dc2 Tac8 19.Td1 Txd1+ 20.Sxd1 Lb7 21.O-O a6 22.Sbc3 Sa5 23.c5!? Dxc5 24.b4 Dc7 25.bxa5 b5 26.Dd3 Lxc3 27.Sxc3 Dxc3 28.Dd7 Dc7 29.Td1 Ld5 30.Dxc7 Txc7 31.Lf3 Tc3 32.Lxd5? (32.e4 war zu versuchen.) 32...exd5 33.a4 bxa4 34.Txd5 a3 35.Td1 a2 36.Ta1 Tc2 37.f3 Tb2 38.Kh2 h5 39.Kh3 (39.g4 h4 40.f4 f5 z.B. 41.gxf5 g4 nebst h3 und Txg2+) 39...Tb1 und Weiss gibt auf. (Eenklaar - Hecht, Hochofenturnier 1972))
6.cxd5 exd5 ist die uebliche Fortsetzung ~]
4...Lb7
[4...La6 5.Da4 c6 6.Sc3 b5!? 7.cxb5 cxb5 8.Sxb5 Db6 9.Sc3 Lb4 ~ wurde auch schon versucht.]
5.Lg2 Le7
[5...d5 fuehrt zu einer Variante des * "Katalanischen Damengambit", allerdings mit verzoegertem d5. Ohne die Verzoegerung wuerde Weiss den C-Bauern als Gambit anbieten. Jetzt bietet Schwarz den d-Bauern zum Tausch an. Die halboffene c-Linie sollte Weiss einige Moeglichkeiten bieten, deshalb betrachten wir vorrangig nur 6.cxd5. Schwarz muss sich in dieser Eroeffnung sehr genau verteidigen. 6.cxd5 exd5
(6...Dxd5?! das Offenhalten der Diagonalen ist zweischneidig. 7.O-O (7.Sh4 Da5+ 8.Ld2 Da6) 7...Dh5 8.Lf4 Ld6 9.Lxd6 cxd6 10.Da4+ Lc6 11.Da3 Se4 12.Tc1 O-O 13.Sc3 und Weiss steht besser.)
(6...Sxd5 7.O-O (7.Se5!? gibt nur ein Entwicklungstempi Sd7 (7...Sc3!? sieht gut aus, gibt das Tempi aber nur zurueck. 8.Sxc3 Lxg2 9.Da4+ Sd7 10.Tg1 Lb7 11.Sc6 Dc8 12.Se4 a6 13.Lf4 b5 14.Dc2 f6 15.Tc1 Sb6 16.Sa5 Lb4+ 17.Ld2 Lxe4 18.Dxe4 Lxd2+ 19.Kxd2 O-O z.B. 20.Tc6 e5 21.Tgc1! Dd8 22.Ke1 exd4 23.Txc7 Sd5 24.Sb7 und Weiss droht gefahrlos auf d5 zu nehmen. (24.De6+? Kh8 und der c7-Turm kann nicht ziehen, da der Sa5 mit Schach geschlagen wird.) 24...Dxc7 25.Txc7 Sxc7 26.Sd6 h6 27.Db7 Se8 (27...Se6 28.Dd5 und Weiss gewinnt) 28.Dd5+ Das Zwischenschach ist wichtig um dem Turm f8 die Deckung zu rauben. Kh7 29.Dxa8! (Fritz 5.0 - Fritz 5.0)) 8.Da4 c5 9.dxc5 Lxc5 10.O-O und Schwarz hat Schwierigkeit ohne Offenbarung von Felderschwaechen zur Rochade zu kommen.) 7...Le7 8.Te1 O-O z.B. 9.e4 Sf6 10.Sc3 c5 11.d5 exd5 12.exd5 Te8 13.Lf4 Ld6 14.Lxd6 Txe1+ 15.Dxe1 Dxd6 16.Sg5 Dd8 17.Td1 mit besserem Spiel fuer Weiss.)
(6...Lxd5 7.Sc3 Lb7 8.Lg5 Le7 9.O-O (9.Da4+ Sbd7 (9...Lc6 da steht der Laeufer nicht gut 10.Dc2 O-O) 10.Tc1 O-O 11.O-O a6 12.Dc2 und Weiss steht etwas besser.) 9...O-O 10.Dd3 (10.Tc1 h6 11.Lf4 Sh5 12.Dd2 a6 13.Sa4 Sxf4 14.Dxf4 Ld6 15.Dg4 Sd7 16.Sc3 Sf6 ~) 10...Sbd7 11.Tac1 h6 12.Lxf6 Sxf6 13.Tfd1 a6 14.e4 ~)
7.Sc3 Le7 und Weiss kann aus der halboffenen c-Linie wahrscheinlich mehr machen als Schwarz mit der e-Linie.]
[5...Dc8 ~]
6.O-O O-O 7.Sc3
[7.d5!? exd5 8.cxd5 Sxd5
(8...Lxd5 z.B. 9.Sc3 Lb7 10.Lf4 d5 11.Tc1 Sa6 12.e3 Se4 13.Sxe4 dxe4 14.Sd4 Lf6)
9.e4 ~ ist fuer Weiss interessant, da er fuer den Bauern ein viel besseres Figurenspiel erzielen und einem langwierigen und remistraechtigem Positionsspiel entgehen kann. ( Im Sinne einer "Ergebnisorientierten Strategie")]
7...Se4 8.Dc2 Sxc3 9.Dxc3 f5 ~ behaelt e4 unter verbesserter Kontrolle.