Download als PGN-Datei z.B. hier mit rechter Maustaste klicken + Ziel speichern unter...(Browserunterschiede)

Englische Partie A29

1.c4 dieser Spielanfang wurde nach dem Englaender Staunton benannt. Sie wird auch als "Sizilianisch im Anzug" und auch als "Bremer Partie" bezeichnet. e5
[1...c5 mit diesem elastischeren Zug kann sich Schwarz sein weiteres Vorgehen noch vorbehalten, da sich verschiedene Moeglichkeiten ergeben. z.B. 2.Sc3 Sf6
(2...Sc6 3.Sf3 g6 4.d4 cxd4 5.Sxd4 Lg7 6.Sc2 d6 7.e4 geht ins "Maroczy-System" der Haupteroeffnung *"Sizilianische-Partie" ueber.)
3.Sf3 e6
(3...d5 4.cxd5 Sxd5 5.g3 g6 6.Db3 Sb4 7.Se4 Lg7 ein ueberraschendes Bauernopfer Bronsteins gegen Polugajewski 1971 8.Sxc5 Da5 9.a3 S4c6 10.Dc4 (10.Sxb7 Db6!! mit Figurengewinn 11.Dxb6 axb6 nebst Lxb7) 10...b5! 11.Dh4 b4 das Bauernopfer hat sich gelohnt. Weiss wird zurueckgedraengt und Schwarz erhaelt ein gutes Spiel. 12.Sd3 Sa6 13.Lg2 Ld7 14.O-O Tc8 15.Sde1 Sc5 16.Sc2 Sb3! Bronstein st ellt die Rochade zurueck, um zusaetzliche Zeit fuer den Angriff auf den Damenfluegel zu bekommen. 17.Tb1 Dc5 18.Se3 Scd4 19.Sxd4 Sxd4 20.Te1 Lb5! 21.axb4 Dd6 22.Lf1 (22.d3 z.B. Sxe2+ 23.Txe2 Dxd3 haette P. versuchen koennen.) 22...O-O 23.De4 e6 verhindert Sd5 24.b3 f5 25.Df4 e5 26.Dg5 Lxe2! 27.Lg2 (27.Lxe2 Sxe2+ 28.Txe2 Dd3 -+) 27...Ld3 28.Ta1 e4 29.Sc4 (29.Txa7 Txc1! 30.Txc1 Se2+) 29...Dd7 30.Lb2 Lxc4 31.Lxd4 Lxd4 32.bxc4 Lxa1 33.Txa1 Txc4 34.Lf1 Td4 35.Ta6 Kg7 36.b5 Txd2 37.Txa7 Dxa7 38.Dxd2 Db6 39.Dc3+ Df6 40.Dc5 Td8 41.b6 Dd6 42.Dc3+ Dd4 43.Dc6 Dd5 44.Dc7+ Td7 45.Dc2 Dd6 46.Dc3+ Df6 47.Dc5 Tb7 48.Db5 Dxb6 49.De5+ Df6 Weiss gibr auf.)
4.d4 cxd4 5.Sxd4 b6 6.e4 d6 7.g3 Lb7 8.Lg2 Le7]
[1...Sf6 fuehrt meist in andere Systeme z.B. des Damengambit und auch dessen indische Erwiderungen. In einer Partie Kortschnoj - Petrosjan, Kandidatenturnier 1974 ging man andere Wege..... 2.Sc3 e6 3.Sf3 b6 4.e4 hier haette Kortschnoj mit d4 in die *"Damenindische Verteidigung" wechseln koennen, doch er hatte andere Plaene. Lb7 5.d3
(5.De2 c5 6.e5 geht schaerfer zur Sache. z.B. Sg8 7.d4 d6)
5...d6 6.g3 Le7 7.Lg2 O-O 8.O-O c5 9.b3 Sa6
(9...Sbd7 mit Einfluss auf das Zentrum haette den Springer besser gestellt.)
10.Te1 e5 11.Lh3 mit der Idee den Springer ueber h4 nach g2 zu ueberfuehren, und dann mit f4 einen Angriff einzuleiten. Sc7 12.Sh4 g6 13.Sg2 Se6 14.f4 exf4 15.gxf4 Sh5 16.Sd5 Lf6 17.Tb1 Ld4+ 18.Kh1 Sc7 19.Sde3 Sg7 20.f5 Sce8 21.Tf1 Sf6 22.Sc2 bringt den Lc1 ins Spiel Le5 Schwarz kann kein Gegenspiel aufbauen. 23.Lg5 De8 24.Sce3 Kh8 25.De1 Sfh5 26.Lg4 Tg8?
(26...f6 27.Lh6 g5 28.Tf3 nebst h4 haette mehr Gegenwehr geleistet.)
27.f6! Se6 28.Dh4 Sxg5 29.Dxg5 Ld4 30.Lxh5 gxh5 31.Dxh5 Tg6 32.Sf5 De5
(32...Txf6 33.Sxd4 Txf1+ 34.Txf1 cxd4 35.Txf7 +-)
(32...Lxf6 33.Sxd6 +-)
33.Tf3 Txf6 34.Th3 h6 35.Dg5 Te8? in Zeitnot
(35...Tg6 36.Txh6+ +-)
36.Dg7#]
2.Sc3 Sf6
[2...Sc6 3.Sf3 f5 ~]
3.g3
[3.Sf3 e4 4.Sg5 b5 eine ungewoehnliche Idee des Spaniers Bellon in einer Partie gegen Reshevski wurde in der folgenden Partie Raizevic - Suba, Novi Sad 1974, erfolgreich umgesetzt. 5.Dc2
(5.cxb5 d5 mit starkem Zentrum des Nachziehenden)
(5.Sxb5 c6 6.Sc3 d5 und)
(5.Sgxe4 Sxe4 6.Sxe4 bxc4 bringen Schwarz gute Spiele)
5...bxc4 6.Sgxe4 Lb7 7.Sxf6+ Dxf6 8.Da4 Lc5! 9.e3 O-O 10.Dxc4 Lb6 11.Sd5 Dd6 12.Sf4
(12.Sxb6 axb6 waere wohl besser - trotz der Sorgen um die Entwicklung des Lf1.)
12...Te8 13.Le2 Sc6 14.O-O Sd4! 15.Ld1 Te4 16.Dc3 Tae8 17.Sh3
(17.d3? Txf4 18.exf4 Dd5! gewinnt sofort 19.f3 (19.Lf3 Sxf3+ 20.Kh1 Sxh2!! 21.f3 Dh5!!) 19...Se2+)
17...Dg6 droht Dxg2 nebst matt durch Tg4 18.f3 Th4 19.Kh1 Sf5 20.d4 De6 21.Lb3 Dh6?! ! ein schoener Geistesblitz. 22.e4 Sg3+!! 23.hxg3
(23.Kg1 Df6 nebst den Drohungen Se2+ oder Sxf1 und Ld4+ nebst Damengewinn.)
23...Txh3+ 24.Kg1
(24.gxh3 Dxh3+ 25.Kg1 Dxg3+ 26.Kh1 Te5! nebst Drohung Th5+# 27.dxe5 Dh3#)
24...Th1+ 25.Kf2 Txf1+ 26.Kxf1 Dh1+ 27.Kf2 La6! 28.g4 Lf1! 29.Ld1 Dxg2+ 30.Ke1 d5 31.Le3 dxe4 32.f4 h5 33.gxh5 c5 34.h6
(34.dxc5 Ld8! z.B. 35.Lf2 e3 36.Le2 Dxf2+ 37.Kd1 Lf6 38.Dd2 (38.Dc2 Lxe2+ 39.Dxe2 Td8+) 38...Lxe2+ 39.Kc2 Ld3+ 40.Kb3 Dxd2)
34...cxd4 35.Dc6 dxe3 Weiss gibt auf]
3...d5
[3...c6 um das Zentrum vor 4.....d5 zu festigen. In dieser Variante muss Schwarz vorsichtiger agieren. 4.Lg2 d5
(4...Lb4 5.Sf3 e4 6.Sd4 d5 ~ ist fuer Schwarz ein besserer Aufbau.)
5.cxd5 cxd5 6.Db3 Sc6!
(6...e4 7.f3! exf3 8.Lxf3 ist fuer Schwarz schlechter.)
7.Sxd5 Sd4 8.Sxf6+ gxf6 9.Dd3 Lf5 10.Le4 Lxe4 11.Dxe4 Dc7 Schwarz erhaelt ein gutes Spiel fuer den geopferten Bauern.]
[3...Lb4 ist sehr populaer. z.B. 4.Lg2 O-O 5.Sf3
(5.e4 Lxc3 6.bxc3 c6 nebst d5 ist etwa =)
5...Te8 6.O-O e4! 7.Se1 Sc6 8.Sc2 Lxc3 9.dxc3 d6 mit gleichen Chancen.]
4.cxd5 Sxd5 5.Lg2 Sb6 6.Sf3 Sc6 7.O-O Le7 8.d3 O-O ~