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Franzoesische Verteidigung C14, Hauptspiel 3.Sc3

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 ist das Hauptspiel Sf6 mit Druck auf e4
[3...Lb4 die Nimzowitsch-Variante 4.e5
(4.Sge2 dxe4 5.a3!)
(4.Ld2 Lxc3 5.Lxc3 dxe4 6.Dg4)
(4.Ld3 dxe4 5.Lxe4 Sf6 6.Lf3)
4...c5
(4...Se7)
(4...Dd7 nach Petrosjan 5.Dg4 f5 6.Dg3 b6 nebst La6 um die weissfeldrigen Laeufer abzutauschen.)
(4...b6)
5.a3 Lxc3+
(5...cxd4 6.axb4 dxc3 7.Dg4 ist genau wie)
(5...La5 6.b4! cxb4 7.Sb5! bxa3+ 8.c3 Sd7 9.Sd6+ Kf8 und einem gefaehrlichem Angriff nach 10.Df3 schwaecher fuer Schwarz)
6.bxc3 Se7
(6...Dc7 7.Dg4 f5 ist auch moeglich)
7.Dg4
(7.Sf3 Dc7 (7...Da5 8.Dd2 Da4 mit Blockade des weissen Damenfluegels. Weiss kann dafuer ungehinderter am Koenigsfluegel aktiv werden, da dort die schwarze Dame fehlen wird.) 8.a4 Sbc6 (8...b6 nebst La6 ist moeglich) 9.Dd2 f6 Schwarz muss sich mit einem Angriff auf das Zentrum Luft verschaffen. 10.exf6 gxf6 11.Le2 (11.c4) 11...Sg6 12.c4!? ~)
7...Dc7
(7...O-O setzt Schwarz evtl. einem Koenigsangriff aus)
8.Dxg7 Tg8 9.Dxh7 cxd4 z.B. 10.Se2
(10.cxd4 Dc3+ nebst Dxa1)
10...Sbc6 11.f4 Ld7 12.Dd3 dxc3 13.Tb1 O-O-O ~ Weiss bezahlt seinen Freibauern auf h2 mit einer unsicheren Koenigsstellung und einem unharmonischem Zusammenspiel seiner Figuren.]
[3...c5 ein Bauernopfer nach Marshall. 4.exd5 exd5 5.dxc5 d4 6.Lb5+! gilt als Widerlegung von Marshalls Idee. Sc6 7.Lxc6+ bxc6 8.Sce2 z.B. Lxc5 9.Sf3 Da5+ 10.Ld2 Db6! 11.O-O Dxb2 12.Te1 Le6 13.Sf4 Se7 und Weiss bekommt ein schoenes Spiel fuer den Bauern.]
[3...dxe4 die Rubinstein-Variante geht Spannungen im Zentrum aus dem Weg. 4.Sxe4 z.B. Sd7
(4...Ld7 5.Sf3 Lc6 ist ein anderer moeglicher Aufbau)
5.Sf3 Sgf6 6.Sxf6+
(6.Ld3 ~)
6...Sxf6 7.Ld3 Le7 8.De2 O-O 9.Lg5 c5 10.dxc5! und Weiss steht gut]
4.Lg5
[4.e5 Sfd7 z.B. 5.f4
(5.Sce2 nebst c3 ist auch ok)
5...c5 6.Sf3 Sc6 7.Le3 Sxd4 8.Sxd4 cxd4 9.Lxd4 Sb8! eine Idee von dem deutschen Meister Dr. Paul Troeger 10.Ld3 Sc6 11.Lf2 Da5 12.O-O Lc5 etwa =]
4...Le7
[4...dxe4 die "Burn-Variante" der F. wurde von Amos Burn haeufiger verwendet, um nicht den charakteristischen Komplikationen der "Andersen-Richter-Variante" oder des "Aljechin-Chatard-Angriff" ausgesetzt zu sein. z.B. 5.Lxf6
(5.Sxe4 Le7 (5...Sbd7 ist ok) 6.Lxf6 Lxf6 (6...gxf6 ist hier schwaecher, da der Laeufer bereits auf e7 steht.) 7.Sf3 Sd7 (7...Ld7 nebst Lc6 ist eine moegliche Idee) 8.Dd2 (8.Ld3 gibt Schwarz bessere Moeglichkeit zu c5) 8...b6 9.O-O-O Lb7 10.Df4 O-O (10...De7 nebst 0-0-0! geht es vorsichtiger an.) 11.Ld3 und Weiss hat Angriff auf den Koenig.)
5...gxf6
(5...Dxf6 6.Sxe4 mit weissem Entwicklungsvorsprung)
6.Sxe4 f5 7.Sc3 Lg7 8.Sf3 c5 9.dxc5 Da5 10.Dd2 Dxc5 11.O-O-O Sc6 ist nach Keres =]
5.e5
[5.Lxf6 die "Anderssen-Richter-Variante" Lxf6 6.e5 Le7 7.Dg4 Richters Zug
(7.Sf3 pflegte Anderssen zu spielen.)]
5...Sfd7
[5...Se4 Tartakowers Zug kann gefaehrlicher werden. 6.Lxe7 Sxc3 7.Dg4 mit besserem Spiel fuer Weiss.]
6.Lxe7
[6.h4!? der "Aljechin-Chatard-Angri ff". Fuer das Bauernopfer bekommt Weiss einen gefaehrlichen Angriff. Die Annahme des Opfers gilt deshalb als sehr riskant. Lxg5
(6...a6 7.Dg4 Lxg5 8.hxg5 c5 9.g6 f5 mit gleichen Chancen fuer Schwarz. z.B. (Keres) 10.Dg3 h6 11.O-O-O cxd4 12.Sce2 Sc6 13.Sf3 Sc5 14.Sfxd4 Ld7 15.De3 De7 ~)
7.hxg5 Dxg5
(7...c5 auch hier ist die Ablehnung ist moeglich, z.B. 8.Dg4 Kf8)
8.Sh3 De7 9.Sf4 Sf8 10.Dg4 f5 11.exf6 e.p. gxf6 12.O-O-O droht bereit Sxd5 im naechsten Zug c6 13.Te1 Kd8 14.Th6 e5 15.Dh4 Sbd7 16.Ld3 e4 17.Dg3 Df7 weil schon wieder18.Sxd5 cxd5 19.Sxd5 nebst Dc7+ und Txe4 drohte. 18.Lxe4! dxe4 19.Sxe4 Tg8 20.Da3! Dg7 21.Sd6 Sb6
(21...Dxh6 geht natuerlich wegen der Gabel 22.Sf7+ nicht.)
22.Se8! Df7
(22...Dxh6? 23.De7#)
23.Dd6+ Dd7 24.Dxf6+ nebst Matt im naechsten Zug. (Aljechin-Fahrni, Mannheim 1914)]
6...Dxe7 7.f4
[7.Dg4 der Zug von Steinitz fuehrt zum Pollock-Angriff. O-O ~]
[7.Sb5?! Alapins Zug Sb6 8.c3 ~]
7...O-O 8.Dd2 c5 9.Sf3 Sc6 10.dxc5 Sxc5 11.O-O-O ~