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Gruenfeld-Indische Verteidigung, D86.

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3
[3.g3 das Fianchetto-System der G. d5 4.Lg2 Lg7 5.Sf3 O-O z.B. 6.cxd5 Sxd5 7.O-O Sb6 8.e4 c5! ~ 9.dxc5?! Dxd1 10.Txd1 Sa4]
3...d5 die "Gruenfeld-Indische Verteidigung" ist mittlerweile sehr populaer, da sie fuer den Nachziehenden ein aktives Figurenspiel ermoeglicht. 4.cxd5
[4.Lf4 ist eine echte Alternative Lg7 5.e3 O-O ist ein Bauernopfer
(5...c5 6.dxc5 Da5 7.cxd5 Se4 8.Tc1 Sxc3 9.Dd2 Dxa2 10.bxc3 Da5 ist spielbar. Petrosjan-Fischer, Buenos Aires 1971)
6.cxd5
(6.Db3 und)
(6.Tc1 sind Moeglichkeiten, das Opfer abzulehnen.)
6...Sxd5 7.Sxd5 Dxd5 8.Lxc7 Sc6 9.Se2 z.B. Lg4
(9...e5 10.dxe5 Db5 11.Db3 Dxb3 12.axb3 fast =)
10.f3 Lxf3 11.gxf3 Dxf3 12.Tg1 Dxe3 13.Lf4 De4 ~]
[4.Lg5 Die "Stockholmer Variante" ist schon seltener. Se4! 5.Sxe4
(5.Lf4 und auch)
(5.Lh4 c5 6.e3 sind besser.)
5...dxe4 6.e3 c5 7.Dd2 Lg7 8.d5 Db6 9.O-O-O Sa6 mit Angriff fuer Schwarz]
[4.Db3 dxc4 etwa =]
[4.e3 Lg7 5.Sf3 O-O 6.b4!? um c5 zu verhindern Se4 7.Lb2 ~]
4...Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 7.Lc4 O-O
[7...c5 8.Se2 Sc6 9.Le3 O-O 10.O-O Dc7 11.Tc1 Td8 das wichtigste und auch das komplizierteste Abspiel 12.h3 um Lg4 zu verhindern und einen Angriff mit dem g- und h-Bauern vorzubereiten. b6 13.f4 e6 14.De1 Sa5 15.Ld3 f5 16.g4!? Weiss verschaerft die ohnehin angespannte Lage noch zusaetzlich, weil er sich in unuebersichtlichen Stellungen wohler fuehlt als sein Gegner. fxe4! konsequent antwortet Schwarz auf einen Angriff am Fluegel mit der Oeffnung des Zentrums. 17.Lxe4 Lb7 18.Sg3 Sc4 19.Lxb7 Dxb7 20.Lf2 Dc6 21.De2 cxd4 22.cxd4 b5 23.Se4 Schwarz hat sich geschickt verteidigt, und den Angriff gestoppt. Jetzt bietet er den Bauern d4 an, um dem Angriff zu neuem Schwung zu verhelfen. Lxd4 24.Sg5 Lxf2+ 25.Txf2 Td6 26.Te1 Db6 27.Se4 Td4 28.Sf6+ Kh8 Koenigsfianchettos haben einen Nachteil - die Schwaechen der schwarzen Felder. Weiss nutzt diese Felderschwaechen konsequent aus. 29.Dxe6 Td6 da der Angriff durch einen Damentausch nicht aufzuhalten war. Ein weisser Turm gelangt schnell auf die 7. Reihe und droht dann bereit auf h7 mattzusetzen. auch der Springer laesst sich problemlos mit g5 decken.
(29...Td1? war naheliegend, scheitert aber an 30.Df7 z.B. Txe1+ 31.Kg2 Se3+ 32.Kf3 Dc6+ 33.Kg3 Tg1+ 34.Kh4 Txg4+ 35.hxg4 Dh1+ 36.Kg5 Tc8 37.Dd7 Tf8 38.Te2 und weiss gewinnt.)
30.De4 Tf8?
(30...Tad8 ein Gegenspiel auf der d-Linie haette das Gleichgewicht halten koennen. z.B. 31.g5 Td2 32.Tef1 De3!)
31.g5 Td2 32.Tef1 Dc7
(32...Sd6 33.De7 Tf7 haette ebenfalls De7 abgeschwaecht, allerdings mit Tempogewinn.)
33.Txd2 Sxd2 34.Dd4! Td8
(34...Db6 35.Dxb6 axb6 36.Td1 nebst Td7 und matt auf h7. Td8 kann den Sieg nicht verhindern. z.B. 37.Kg2 Td4 38.Te1 Kg7 39.Te7+ Kf8 40.Tb7 Se4 41.Sxh7+ Kg8 42.Kf3 Ta4 43.h4 Sd6 44.Sf6+ Kf8 45.Txb6 Ta3+ 46.Ke2 Txa2+ 47.Kd3 Ta3+ 48.Kd4 Sf5+ 49.Kc5 Tc3+ 50.Kxb5 Tb3+ 51.Kc5 Txb6 52.Kxb6 Sxh4 53.Sd5)
35.Sd5+ Kg8 36.Tf2
(36.Dxd2 Dc5+!)
36...Sc4 37.Te2 Td6 38.Te8+ Kf7 39.Tf8+ Schwarz gibt auf, da Kxf8 40.Dh8+ nebst Sxc7. Boris Spasski - Robert James (Bobby) Fischer, Schacholympiade Siegen, 1970]
8.Se2 ~ um den f-Bauern nicht zu verstellen und die Fesselung nach Lg4 gegebenenfalls mit f3 zu beantworten.