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Hollaendische Verteidigung A96
1.d4 f5 Diese
sehr aktive Verteidigung wurde nach dem Hollaender Elias Stein benannt, der sie 1789 in seinem Buch
"Nouvel essai sur le jeu des Echecs" behandelt. Mit dem Konzept das Zentrum zu kontrollieren, aber nicht
zu besetzen, aehnelt sie der "*Sizilianischen Verteidigung". 2.g3
[2.e4 das "Staunton-Gambit" macht Sinn, da
fuer den Bauern der schwarzeKoenigsfluegel schwach wird. Um dieser Eroeffnung aus dem Weg zu gehen, kann
2. e6 vor den Zug f5 vorgeschaltet werden. (siehe "Perle von Zandvoort"). Schwarz hat dann auf 2. e4
die Option in andere Eroeffnungssysteme zu kommen. (oder zu muessen?) Wir halten es hier mehr mit der
Devise - "keine Angst vorm Staunton-Gambit". fxe4 3.Sc3
Sf6
(3...d5?? 4.Dh5+ nebst
Dxd5)
4.f3 Fuer dieses echte Bauernopfer
erhaelt Weiss Entwicklungsvorsprung und Raumvorteil.
(4.Lg5 Weiss behaelt sich die Rueckeroberung
von e4 vor. Schwarz hat darauf 4 gute Antworten. b6 (nach
Nimzowitsch) (4...g6 5.h4!?
d5 ~ (5...Lg7 ist
schwaecher 6.h5! Sxh5?
7.Txh5 gxh5 8.Dxh5+
Kf8 9.Sd5 Sc6
10.Lc4 und Weiss hat einen starken Angriff.
Es droht z.B. Sxc7 nebst Df7#)) (4...Sc6 5.d5
Se5 6.Dd4 Sf7 ~) (4...c6 plant
...d5 mit mehr Rueckhalt. 5.f3 will
diesen Plan widerlegen. Da5 6.Dd2
e5 - die Pointe. Plan A geht nicht, aberPlan
B. z.B. 7.fxe4 (7.Lxf6
e3 um die vorteilhafte halboffene f-Linie
von Weiss zu verhindern. 8.Dxe3 gxf6 ~) 7...Lb4
8.Lxf6 gxf6) 5.Lc4
e6 ~)
(4.g4 Tartakowers besonders aggressiver
Zug mit dem Plan, den wichtigenVerteidigungss pringer auf f6 zu verjagen. Als Beispiel dient uns ein
besonders kritischer Ablauf fuer Nervenstarke, in dem immer wieder die Mattdrohung mit Dh5+ relativiert
werden muss. h6 5.h4!?
d5 6.Lh3 bringt
wieder g5 zur Option. c6 7.g5
hxg5 8.hxg5 Lg4?!
9.f3 exf3 10.Sxf3
Txh3 11.Txh3 Lxh3
12.Se5! (12.gxf6
exf6 13.Se5 De7
14.Dh5+ Kd8 15.Dxh3
fxe5 16.dxe5 Dxe5+) 12...Sbd7
13.gxf6 Sxe5!
14.dxe5 Le6 15.Dh5+
Lf7 16.fxg7!
Lxh5 17.g8=D
Dd7 und das zunaechst brennende Brett
lodert nicht einmal mehr. z.B. 18.e6 (18.Lh6
4...exf3
(4...Sc6 diese Ablehnung ist moeglich
z.B. 5.fxe4 e5
6.dxe5 Sxe5
7.Sf3 Ld6!?
8.Sb5 Sxf3+
9.Dxf3 Le5
10.Lf4 De7!? z.B. 11.Sxc7+ (11.Lxe5
Dxe5 12.
5.Sxf3 g6
6.Lf4 Lg7
7.Dd2
[2.c4 e6 3.Sc3 das
"Rubinstei n-System" greift auf altbewaehrte Methoden zurueck und verzichtet auf das Fianchetto. z.B. Sf6
(3...Lb4 4.Ld2
Sf6 5.e3)
4.e3 Le7
5.Ld3 d5 auch
hier ist der "Stonewall-Aufbau" nicht schlecht. 6.Dc2
c6 7.b3
(11...Sbd7 nebst c5 bringt aktiveres Gegenspiel)
12.Lc3 Ld6
13.f3 Sbd7
14.Sf4 De7
15.h4 Lc7
16.
[2.Lg5 wird selten gespielt. g6
(2...Sf6!? 3.Lxf6
gxf6 ermoeglicht ein Spiel auf die Schwaeche
des Doppelbauern.)
3.Sc3 Lg7
4.e4 ~]
[2.Sc3 ist auch selten. d5
(2...Sf6 3.Lg5
d6 4.Lxf6
exf6 5.e3 ~)
3.Lg5 c6
4.e3 g6 5.h4
h6 6.Lf4 ~]
2...Sf6 3.Lg2 die
nachhaltigste Methode, die auch deshalb zu der populaersten Variante gehoert. e6
[3...g6 das "Leningrader-System" z.B. 4.Sf3
Lg7 5.
(7.Sc3 c6 8.d5
e5)
7...c5 8.Sc3
Sa6 9.Se1
Tb8 ~ Fuer das aktive weisse Spiel im
Zentrum erhaelt Schwarz Gegenspiel am Damenfluegel.]
[3...d6 4.c4
c6 5.Sc3 Dc7 Die
"Hort-Antoschin-Variante" in der Schwarz konsequent um den Vorstoss e5 kaempft. 6.Sf3
e5 7.
(9...d5 10.cxd5
cxd5 11.Lf4
Db6 12.Tc1! und
Weiss steht aktiver z.B. Sc6 (12...Dxb2?
13.Sa4!! nebst Drohung Txc8+))
10.exf3]
4.Sf3
[4.Sh3 ist gut spielbar]
4...Le7
[4...Lb4+ siehe "Perle von Zandvoort"
in der Uebersicht.]
5.
[6...d5 die ruhigste Fortsetzung ist der
klassische Stonewall-Aufbau.]
7.Sc3 a5
[7...De8 nebst Ld8 und e5 ist ein weiterer
moeglicher Plan. Weiss kann dem aber mit Te1 nebst e4 zuvorkommen. z.B. 8.Te1
d5 jetzt geht Schwarz besser in den Stonewall-Aufbau
ueber. z.B. 9.b3 c6
10.a3 Ld6
11.c5 Lc7
12.Lf4 Lxf4
13.gxf4 die Oeffnung der g-Linie fuer
einen Angriff ist haeufig ein erfolgversprechender Plan gegen die H.~]
8.Dc2 Sc6
9.e4 fxe4
10.Sxe4 e5
11.dxe5 dxe5 ~