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Russische Verteidigung C42
1.e4 e5 2.Sf3
Sf6 Die R. wurde zu frueherer Zeit auch "Spiel
des Petrow" genannt, da sie zu Anfang des 19. Jahrhunderts in erster Linie von den russischen Meistern
Petrow und Jaenisch analysiert und angewendet wurde. Spaeter wurde sie von Marshall verfeinert und oft
erfolgreich angewendet. Schwarz beantwortet den Angriff auf den e-Bauern sofort mit einem Gegenangriff.
Dem geringen Raumvorteil von Weiss wird eine feste schwarze Position gegenueberstehen. 3.Sxe5
[3.d4 da kein Bauerngewinn erzielt werden
kann, ist auch die Besetzung des Zentrums eine moegliche weisse Strategie gegen die R. exd4
(3...Sxe4 verfolgen wir in einer Partie
von Karl Schlechter, ein weiterer bedeutender Spieler zu Beginn des 20. Jh. 4.Ld3
d5 5.Sxe5 Sc6 (5...Le7 ist
gebraeuchlicher.) 6.Sxc6 bxc6
7.De2 De7 8.
4.e5 Se4 5.Dxd4
(5.De2 die Idee von Steinitz, spaeter von
Fischer angewendet. Sc5 (5...Lb4+
6.Sbd2) 6.Sxd4 ~)
5...d5 6.exd6 e.p. Sxd6 z.B. 7.Sc3
Sc6 8.Df4
g6
(8...Lf5)
9.Ld2 Lg7
10.
3...d6! 4.Sf3
Sxe4 5.d4
[5.c4 Le7 z.B. 6.d4
d5]
[5.Sc3 Sxc3
6.dxc3 etwa =]
5...d5 6.Ld3 z.B. Le7
[6...Ld6 hier verfolgen wir eine R., gespielt
von Frank James Marshall, der Anfang des 20. Jh. zu den erfolgreichsten Schachmeistern seiner Zeit gehoerte. 7.c4
(8.
8...Lb4+ 9.Kf1
(9.Sbd2 Sxd2
10.Lxd2 Te8+
11.Le2 Lxd2+
12.Dxd2 Dxd5 ist
besser (12...De7 13.Se5
Sd7 14.
9...Dxd5 10.Dc2
Te8 11.Sc3?
(11.Le3 ist richtig um nachfolgende Kombiation
zu vermeiden.)
11...Sxc3 12.bxc3
Dxf3!! Marshall war einer der gefuerchtesten
Angriffspieler seiner Zeit, der sich kaum eine Moeglichkeit entgehen liess, seine Zuschauer in Erstaunen
zu versetzen. 13.cxb4
(13.gxf3 Lh3+
14.Kg1 Te1+
15.Lf1 Txf1#)
13...Sc6! die Mattdrohung besteht
weiter. 14.Lb2 Sxb4
15.Lxh7+ Kh8
16.gxf3 Lh3+
17.Kg1 Sxc2
18.Lxc2 Te2
19.Tc1 Tae8
20.Lc3 T8e3!!
21.Lb4
(21.fxe3? Tg2+
22.Kf1 Txc2+
23.Kg1 (23.Ke1) 23...Txc1+
24.Kf2 Txh1)
21...Txf3 22.Ld1
Tf6 ein feiner Zug zum Schluss. Das Matt
nach Tg6+ ist nicht zu verhindern. Weiss gab auf. David Janowski - Frank James Marshall, Biarritz 1912.]
7.
[7.c4 siehe Partie Janowski-Marshall.]
7...Sc6 8.Te1
Lg4! 9.c4!?
[9.Lxe4 dxe4
10.Txe4 Lxf3
11.Dxf3 Sxd4 etwa
=]
9...Lxf3
[9...Sf6 ist solider. z.B. 10.cxd5
Sxd5 11.Le4
10.Dxf3 Sxd4
11.De3 Sf5
12.Dh3 Sfd6
13.cxd5 Sf6
14.Lg5! und Weiss steht besser. z.B. Sxd5
[14...
15.Sc3! Kf8 geht
gerade noch 16.Lxe7+ Sxe7
17.Tad1 und Schwarz hat eine schwierige
Verteidigung vor sich. Weiss kann, nach Te2, auf der d- oder e-Linie die Tuerme verdoppeln und den Druck
verstaerken.