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Sizilianische Verteidigung B79 - Drachen-Variante

1.e4 c5 Die S. gilt derzeit als meistgespielte Eroeffnung auf Turnieren und bereits Mitte des 19. Jh. erachteten Staunton und Jaenisch sie als beste Antwort auf 1.e4. Die S. ueberlaesst es nicht dem Anziehenden einen ihm genehmen Aufbau zu erreichen, sondern sucht sofort am Damenfluegel das Gegenspiel. Elastisch und dynamisch hat die S. deshalb alle Aspekte einer modernen Verteidigung. Weiss berkommt meist ein besseres Figuren- , Schwarz ein besseres Bauernspiel. Die Strategie des Anziehenden ist meist ein Angriff auf die schwarze Koenigsstellung, waehrend Schwarz ein kraeftiges Gegenspiel am Damenfluegel aufbaut. Oft gewinnt derjenige, dem es gelingt seine Ernte etwas schnell als der Gegner einzufahren. In der Hauptvariante beschaeftigen wir uns mit dem Plan 2. Sf3 nebst 3.d4 cxd4 4.Sxd4. Dieser Plan hat die Absicht ein raeumliches Uebergewicht im Zentrum zu schaffen. 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 die "Drachen-Variante" gewinnt immer mehr Anhaenger. 6.Le3
[6.f4 die scharfe "Loewenfisch-Variante" Sc6 ist richtig
(6...Lg7? ist jetzt nicht gut 7.e5! z.B. dxe5 8.fxe5 Sfd7 (8...Sg4 9.Lb5+ Ld7 10.Dxg4! und Weiss gewinnt eine Figur.) 9.e6!)
7.Sxc6
(7.Lb5 Ld7 ~)
(7.Sf3 Lg4 ~)
7...bxc6 8.e5 Sd7!
(8...dxe5 9.Dxd8+ Kxd8 10.fxe5 Sg4 11.Lf4 Lg7 12.O-O-O+ ist eher gut fuer Weiss.)
9.exd6 exd6 10.Le3 Le7 11.Df3 d5 etwa =]
[6.Le2 der klassische Aufbau. Lg7 7.Le3 Sc6 8.Sb3 O-O 9.f4 Le6 10.O-O
(10.g4 ist schaerfer z.B. Sa5 11.g5 Sd7 12.Ld4 f6 13.h4 ~)
10...Dc8 um ersteinmal f5 zu verhindern. z.B.
(10...Sa5 ist ebenfalls spielbar z.B. 11.f5 Lc4 ~)
11.h3 Td8 12.Lf3 Lc4 ~]
6...Lg7 7.f3 der "Jugoslawische Angriff" O-O 8.Dd2
[8.Lc4 Db6 9.Sf5! Dxb2]
8...Sc6 9.Lc4 Ld7 gilt als Staerkstes
[9...Sa5 10.Lb3 Sxb3 11.axb3 z.B. a6 12.h4 d5 13.e5 Sh5 14.g4 Sg3 15.Tg1 Lxe5 16.O-O-O! mit Angriff steht Weiss etwas besser.]
[9...Sxd4 10.Lxd4 Le6 11.Lb3! z.B. Da5 12.O-O-O b5 13.Kb1 b4 14.Sd5 Lxd5 15.exd5 mit dem Laeuferpaar und der halboffenen e-Linie steht Weiss etwas besser.]
10.O-O-O
[10.h4 Tc8 11.Lb3 Se5 12.O-O-O Sc4 13.Lxc4 Txc4 14.h5 dieses Bauernopfer ist eine gefaehrliche Angriffswaffe. Sxh5 15.g4 Sf6 16.Sde2 Da5
(16...Te8 17.Lh6 Lh8 ist eine Moeglichkeit den Abtausch der schwarzfeldrigen Laeufer zu vermeiden. 18.e5! Sxg4 dieses Figurenopfer ist unklar aber noetig, da (18...dxe5 19.g5 ohnehin der Springer oder der Laeufer auf d7 verlorengeht.))
17.Lh6 Lxh6 18.Dxh6 Tfc8 19.Td3 damit wird endgueltig ein Qualitaetsopfer auf c3 ausgeschlossen. T4c5
(19...Dd8 war wenig besser. 20.e5 dxe5 21.g5 Sh5 22.Sg3 und Weiss steht auch besser.)
20.g5! Txg5 21.Td5! Txd5 22.Sxd5 Te8 23.Sef4 Lc6 24.e5! Lxd5
(24...dxe5 25.Sxf6+ exf6 26.Sh5! gxh5 27.Tg1+ Kh8 28.Dg7#)
25.exf6 exf6 26.Dxh7+ Kf8 27.Dh8+ und Schwarz gab auf. Ke7 28.Sxd5+ Dxd5 29.Te1+!! Anatoli Karpow - Viktor Kortschnoj, Kandidatenturnier Moskau 1974]
10...Da5 z.B. siehe Partie zuvor Karpow - Kortschnoj