Download als PGN-Datei z.B. hier mit rechter Maustaste klicken + Ziel speichern unter...(Browserunterschiede)

Zweispringerspiel im Nachzuge, C57.

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 diese Eroeffnung stammt bereits aus dem 16. Jh., Schwarz weicht der "*Italienischen Partie" und dem "Evans-Gambit" aus, geraet aber dabei in andere verwickelte Stellungen. Wird sein sofortiger Angriff auf e5 mit konventionellen Mitteln gedeckt, hat Weiss kaum Aussichten auf Vorteil, er sollte deshalb schaerfer spielen. 4.Sg5 die "Preussische Partie"
[4.Sc3 Sxe4 5.Sxe4
(5.Lxf7+ Kxf7 6.Sxe4 ist schon interessanter)
5...d5 ~]
[4.d3 d5 ~]
[4.d4 exd4
(4...Sxe4 5.dxe5 nebst der Doppelangriffsdrohung Dd5)
5.O-O
(5.e5 d5 (5...Sg4 6.De2 De7 7.Lf4 f6! ~) 6.Lb5 Se4 7.Sxd4 Lc5 (7...Le7 ist schwaecher.) 8.Lxc6+ bxc6 9.O-O (9.Le3) 9...O-O 10.Le3 Ld7 11.f3 Sg5 12.f4 Se4 13.Sd2 bessere Bauernstellung gegen Laeuferpaar.)
5...Sxe4
(5...Lc5 der "Max-Lange-Angriff" 6.e5 d5 (6...Sg4 7.Lf4 d6) 7.exf6 dxc4 8.fxg7 (8.Te1+ Le6 9.Sg5 Dd5 10.Sc3 Df5 11.Sce4 O-O-O ~) 8...Tg8 9.Lg5 Le7 10.Lxe7 Kxe7 wenn man d4 behalten moechte. 11.b4 will den Springer vertreiben um d4 nehmen zu koennen. cxb3 12.Sbd2 Txg7 13.Sxb3 Lh3! 14.Te1+ Kf8 15.g3 Dd5 16.De2 Tg4 ~)
6.Te1 d5 7.Lxd5
(7.Sc3! dxc3 8.Lxd5)
7...Dxd5 8.Sc3 Da5 9.Sxe4 Le6 10.Seg5
(10.Ld2 Lb4 11.Sxd4 Sxd4 12.c3 O-O ~ (12...Le7))
10...O-O-O]
4...d5
[4...Lc5 in der "Traxler-Variante" wird die Bedrohung von f7 einfach ignoriert und zum Gegenangriff geruestet. 5.Sxf7
(5.Lxf7+ Ke7 6.Ld5 Tf8 7.Sf3 d6 8.c3 Lg4 9.Lxc6 bxc6 10.d4! und Weiss steht etwas besser.)
(5.d4 d5 6.Lxd5 Sxd4 (6...Sxd5 7.dxc5!) 7.Sxf7 (7.Lxf7+ Ke7 ~) 7...De7 8.Sxh8 Lg4! ~)
5...Lxf2+ die Pointe 6.Kf1
(6.Kxf2 Sxe4+ 7.Kg1 Dh4! 8.g3 Sxg3 und grossen Verwicklungen.)
6...De7 7.Sxh8 d5 8.exd5 Sd4 ~]
5.exd5 Sxd5 gilt als schwach
[5...Sd4 die "Fritz-Variante", nicht nach dem Schachprogramm, sondern dem deutschen Meister Alexander Fritz benannt. 6.d6 der Angriff auf f7 ist etwas zu frueh.
(6.c3 gilt als aussichtsreicher. b5 7.Lf1 Sxd5! 8.cxd4 (8.Se4 Se6 9.Lxb5+) 8...Dxg5 9.Lxb5+ Kd8 10.Df3 Lb7 und verwickeltem Spiel.)
6...Dxd6! 7.Lxf7+ Ke7 8.Lb3 Sxb3 9.axb3 h6 10.Sf3 e4 11.Sg1 Kf7 und Schwarz steht nach der ruecklaeufigen Entwicklung des Anziehenden besser.]
[5...b5!? Die "Ulvestad-Variante" 6.dxc6
(6.Lxb5 Dxd5 7.Lxc6+ Dxc6 8.Df3 e4 9.Db3 Lc5! 10.Dxf7+ Kd8 ~)
(6.Lf1 Sxd5 (6...Dxd5 ist schwaecher. 7.Sc3!) 7.Lxb5 Lb7 8.d4! und Weiss steht etwas besser.)
6...bxc4 7.De2 Dd5 8.f4 h6 9.Dxe5+ Dxe5+ 10.fxe5 hxg5 11.exf6 gxf6 ~]
[5...Sa5 wohl das staerkste. 6.Lb5+
(6.d3 ist solider z.B. h6 7.Sf3 e4 8.De2 Sxc4 9.dxc4 Lc5)
6...c6 7.dxc6 bxc6 8.Le2
(8.Df3 wurde auch versucht.)
8...h6 9.Sf3
(9.Sh3 Lc5 10.O-O ~ das Schlagen auf h3 bringt ausser dem Verzicht auf das Laeuferpaar meist nichts ein.)
9...e4 10.Se5 Dd4
(10...Lc5)
(10...Dc7)
11.f4 Lc5
(11...Ld6 ist planvoller.)
12.Tf1 ~]
6.d4
[6.Sxf7 ist spielbar Kxf7 7.Df3+ Ke6 8.Sc3 mit Angriff fuer die Figur.]
6...exd4 7.O-O Le7 8.Sxf7 Kxf7 9.Dh5+ g6 10.Lxd5+ und starkem Angriff.